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Karliczek sieht sich durch Erfolg beim Azubi-Mindestlohn gestärkt

dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht sich durch den ausgehandelten Kompromiss beim Azubi-Mindestlohn gestärkt. „Ich musste mich einarbeiten. Das war mir wichtig, wenn ich eine so verantwortungsvolle Führungsaufgabe übernehme“, sagte Karliczek dem „Handelsblatt“ mit Blick auf die verbreitete Kritik, dass ihr Haus viele Monate keinerlei Gesetzentwürfe geliefert habe.

„Vieles in Bildungs- und Forschungspolitik braucht einen Vorlauf, weil auch oft die Länder und die Wissenschaftsorganisationen eingebunden werden müssen“, sagte sie. „Jetzt setzen wir all das um, was vorbereitet wurde – mit hoher Schlagzahl.“ Der neue Azubi-Mindestlohn sei ohne intensive Kooperation mit Wirtschaft und Gewerkschaften nicht möglich gewesen. „Es war ein schwieriger Prozess. Es ging in dem Moment voran, als wir Arbeitgeber und Gewerkschaften an einen Tisch geholt haben“, sagte sie. „Gesellschaftlicher Konsens ist in der Frage besonders wichtig. Der musste aber erst einmal erzielt werden.“ Das Kabinett will die Reform des Berufsbildungsgesetzes, welches auch den Mindestvergütung für Auszubildende enthält, am Mittwoch auf den Weg bringen. Karliczek zeigte sich zuversichtlich, dass sie einer nach der Europawahl anstehenden Kabinettsumbildung nicht zum Opfer fallen werde: „Ich fühle mich außerordentlich wohl im Amt – und will Bildung und Forschung in Deutschland auch in den nächsten Jahren weiter voranbringen.“

Foto: Anja Karliczek, über dts Nachrichtenagentur

Ein Artikel der dts Nachrichtenagentur

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