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Banaszak rügt Telekom-Tochter für Aufgabe von Equality-Initiativen

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Berlin (dts) – Grünen-Chef Felix Banaszak hat empört auf Berichte reagiert, wonach sich die US-Tochter der Deutschen Telekom auf Druck der Regierung von Donald Trump zur weitgehenden Aufgabe von Initiativen für Gleichberechtigung verpflichtet hat. „Es ist ein bedrückendes, ja beschämendes Signal, dass sich die Telekom-Tochter diesem Kulturkampf offenbar unterwirft“, sagte Banaszak den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Eine offene, aufgeklärte, demokratische Gesellschaft muss für ihre Freiheit kämpfen, wenn sie sie in diesen Zeiten nicht verlieren will.“ Das gelte gerade dann, wenn es um ein Unternehmen mit großer Verantwortung für viele Beschäftigte gehe.


T-Mobile USA hat Medienberichten zufolge in einem Brief an die US-Telekom-Regulierungsbehörde FCC die weitgehende Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zugesagt. In dem zweiseitigen Schreiben an Behördenchef Brendan Carr führe die US-Tochter der Telekom unter anderem an, dass spezifische DEI-Ziele in dem Bereich aufgegeben und zwei Beiräte zu dem Thema aufgelöst worden seien.

US-Präsident Donald Trump hatte im Januar ein Dekret unterzeichnet, das US-Bundesbehörden den Einsatz von DEI-Programmen verbietet. In Schreiben fordern die US-Botschaften in Deutschland und weiteren Staaten sowie US-Behörden derzeit Vertragspartner von US-Institutionen sowie Empfänger von US-Fördermitteln auf, sich von DEI- Programmen zu distanzieren.

Auch deutsche Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen werden unter anderem durch das Versenden von Fragebögen unter Druck gesetzt, verbunden mit der Androhung wirtschaftlicher Konsequenzen, wenn sie diesem nicht nachgeben.

Foto: Deutsche Telekom (Archiv), via dts Nachrichtenagentur