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Zoo Osnabrück: 300.000 Euro für die Osnabrücker Löwen

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Zoo Osnabrück: 300.000 Euro für die Osnabrücker Löwen - Zoo Osnabrück: 300.000 Euro für die Osnabrücker Löwen
Die zwei Sparkassenstiftungen aus Stadt und Landkreis Osnabrück spenden 300.000 Euro für die neue Löwenanlage, die ab November vergrößert wird. Darüber freuen sich: Angelika Mösche (Bauleiterin, Büro Drecker), Dr. Michael Lübbersmann (Landrat des Landkreises Osnabrück und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück), Johannes Hartig (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück), Reinhard Sliwka (Zoopräsident) und Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Osnabrück; v.l.n.r.). Foto: Zoo Osnabrück (Lisa Josef)

Osnabrück. Die Stiftung der Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück spenden insgesamt 300.000 Euro für die Vergrößerung der Löwenanlage im Zoo Osnabrück. Die Bauarbeiten starten im November und sollen bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

„Der Zoo Osnabrück ist ein sehr wichtiger Ort für die Menschen in unserer Region – zur Erholung, aber auch zur Bildung: Knapp 15.000 Schülerinnen und Schüler kommen jedes Jahr in die Zooschule, um mit den Zoopädagogen die Tierwelt kennenzulernen, und viele weitere Schulklassen erkunden selbstständig den Zoo. Wir möchten helfen dieses wichtige Bildungsangebot zu erhalten, indem wir helfen die Tierhaltung weiter zu verbessern“, betonte Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Osnabrück, den Hintergrund der wohl größten Spende für den Umbau der Löwenanlage. Diese ist mit anteilig 210.000 Euro gleichzeitig eine der größten Spenden der Stiftung. Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, die 90.000 Euro hinzufügt, ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir den Zoo bei seiner tollen Arbeit unterstützen können. Davon profitieren nicht nur die Menschen hier vor Ort, sondern auch die Umwelt. Denn Zoos fördern Natur- und Artenschutzprojekte. So wurden vom Zoo Osnabrück bereits Schutzprogramme für Flachlandtapire oder für den Drill unterstützt.“ Die Vergrößerung der Löwenanlage ist Teil des Großprojekts „Mapungubwe“, zu dem auch die Vergrößerung der Nashornanlage gehört. Hierfür spendete die Sparkasse Osnabrück Anfang 2019 bereits 90.000 Euro, sodass die Spendensumme sich insgesamt auf 390.000 Euro beläuft.

Wie geht es bei den Löwen weiter?

Nachdem die Umbauarbeiten bei den Breitmaulnashörnern seit wenigen Tagen abgeschlossen sind, erfuhren die Unterstützer bei der symbolischen Spendenscheckübergabe alles über die anstehenden Bauarbeiten beim König der Tiere, dem Löwen Nakuru und seinem vierköpfigen Rudel. Bauleiterin Angelika Mösche vom Büro Drecker berichtete: „Weil sich die Löwenanlage direkt im Eingangsbereich befindet, starten die Arbeiten erst im November in der etwas Besucher schwächeren Zeit. Wir beginnen mit den Bodenarbeiten für den neuen Höhenpfad entlang der Gehege und müssen hier das Einstiegsniveau anheben.“ Die Höhenpfade hatte der Zoo bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt, um die waldige, hügelige Lage optimal zu nutzen. So führen Höhenpfade auch entlang der Nashörner, durch den Wolfswald oder durch die nordische Tierwelt „Kajanaland“. „Der 85 Meter lange und bis zu 5 Meter hohe Pfad ermöglicht gitterlose Einblicke in die Gehege und eröffnet den Blink links auf das Löwenrudel und rechts auf Giraffen und Antilopen. Diese Panoramablicke werden das Highlight des neuen Bereichs, neben einem künstlichen Baobab-Baum im Löwengehege“, freut sich Mösche auf das neue Projekt. Zusätzlich sei der Pfad barrierefrei und verteile die Steigung entlang der Strecke gleichmäßiger und damit angenehmer. Bereits im Frühjahr 2020 soll der Bereich fertig sein, wenn das Wetter entsprechend mitspielt.

Bau in verschiedenen Abschnitten

Die Tiere bleiben während der Umbauarbeiten vor Ort, wie Andreas Wulftange, Kurator und Biologe im Zoo Osnabrück, erläutert: „Zwar bedeuten Bauarbeiten für Tiere wie auch für Menschen einen gewissen Stress wegen des Lärms, aber ein Umzug in einen anderen Zoo wäre aufgrund von Narkose, Transport und neuer Umgebung ebenfalls mit viel Stress und Risiken verbunden. Wir werden zunächst mit dem neuen Außenbereich starten, sodass die Löwen erst in ihrer alten Anlage bleiben. Ist der neue Bereich fertig, wechseln sie dort hin und die Arbeiten starten im alten Bereich.“ Erfahrungen mit dem Bauvorgehen in verschiedenen Abschnitten konnten alle Beteiligten bereits bei den Nashörnern sammeln, die während des Umbaus ebenfalls vor Ort blieben. „Inzwischen fühlen sich die Dickhäuter mit ihren Mitbewohnern, den Chapman-Zebras und den Pinselohrschweinen, auf ihrer neuen Außenanlage sehr wohl. Anfangs waren sie noch etwas zurückhaltend, denn alles Neue ist für Tiere erst einmal unheimlich, aber inzwischen haben sie alle Bereiche erkundet und nutzen die gesamte Außenanlage“, berichtet Wulftange.

Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, bedankte sich bei den Anwesenden für die Einblicke in das Bauprojekt: „Die Sparkasse Osnabrück begleitet den Zoo schon sehr lange als Partner und wir freuen uns, dass wir helfen können, die Haltungen für die Tiere immer weiter zu verbessern. So haben wir schon Orang-Utan Buschi bei seinem neuen Heim geholfen oder auch bei der Realisierung der nordeuropäischen Tierwelt ‚Kajanaland‘“. Zoopräsident Reinhard Sliwka ist froh, den langjährigen Partner an der Seite zu wissen: „Wir sind den Stiftungen und ihren Vertretern sehr dankbar für diese großzügige Summe. Der Umbau kostet insgesamt 4 Millionen Euro, das hätten wir alleine nicht stemmen können. Schließlich finanzieren wir uns so gut wie selbst und gerade Investitionen in neue Tiergehege sind für uns schwer alleine zu realisieren.“

Zahlen zu „Mapungubwe“

Dank des insgesamt 4 Millionen Euro schweren Umbaus „Mapungubwe“ erhalten die tierischen Bewohner sehr viel mehr Platz: Der Außenbereich der Nashörner, Zebras und Pinselohrschweine vergrößert sich von 2.670 Quadratmetern auf 3.200 Quadratmeter. Die Umbaukosten für diesen Bereich belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Die Außenanlage der Löwen vergrößert sich von 593 Quadratmetern auf 1.856 Quadratmetern. Damit wird sie etwa drei Mal so groß sein, sodass auch wieder Löwennachwuchs möglich wird. Die Ställe vergrößern sich ebenfalls. Der Umbau wird zusätzlich mit Mitteln aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 1 Millionen Euro gefördert sowie durch kommunal verbürgte Kredite und Spenden finanziert. Hierfür wurde auch der Verein „Löwen für Löwen gegründet, der bereits über 350.000 Euro sammelte.

Ein Artikel von osna.live/pm/Zoo Osnabrück

osna.live ist das Onlinemagazin für die Stadt und den Landkreis Osnabrück. Neben aktuellen News aus Osnabrück gibt es auch Videos aus der Region.

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